Zwei Seiten der Wahrheit – die Kesb in der Kritik

Eine verzweifelte Mutter bringt ihre beiden Kinder um, weil sie nicht will, dass die Kleinen zurück ins Heim müssen. Acht Monate später erhängt sie sich im Gefängnis. Das Familiendrama in Flaach war Auslöser einer landesweiten Empörung über die Kesb, die seit ihrer Gründung 2013 in der Kritik steht.

Ein Film von Béla Batthyany

Der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) werden Fehlentscheide, Überforderung, Inkompetenz und willkürliches Handeln vorgeworfen. Für betroffene Eltern und Angehörige ist sie innert kurzer Zeit zum Feindbild geworden. Der Ruf nach Abschaffung wird lauter, Widerstand organisiert sich. Ende Januar 2016 liefert ein unabhängiges Gutachten zum «Fall Flaach» klare Ergebnisse und kommt zur Schlussfolgerung, dass die Kesb keine Schuld am Tod der Kinder treffe. Aber ist sie damit auch jeglicher Verantwortung entbunden?

«DOK» hat nebst den Angehörigen im Fall Flaach auch weitere Betroffene porträtiert, die mit der Kesb in Konflikt stehen. Gleichzeitig werfen wir einen Blick hinter die Mauern der unpopulären Behörde. Ist sie tatsächlich ein Bürokratiemonster? Ein kaltherziger Haufen von Paragrafenreitern? Der Film von Béla Batthyany zeigt auf, wie komplex die Thematik ist und in welch schwierige Situationen Betroffene geraten können. Auf beiden Seiten: Auf Seiten der Eltern, Familien oder Angehörigen, wie auch auf Seiten der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Kesb selbst bei ihrer schwierigen Suche nach dem Kindeswohl.

Autor: Béla Batthyany
Kamera: Alex Szombath
Schnitt: Andrea Löhrer
Produktionsverantwortung: Monika ZIngg
Redaktion: Belinda Sallin
Leitung: Marius Born


 

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"Wenn Unrecht zu Recht wird, wird WIDERSTAND zur Pflicht!"
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