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Eidgenössische Volksabstimmung vom 13. Juni 2021: 2x NEIN zu den extremen Agrar-Initiativen

April 15 - Juni 13

2mal_nein_zu_den_extremen-agrarinitiativen

Die extreme Trinkwasserinitiative und die Initiative für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide verfehlen das Ziel, gefährden die regionale, einheimische Produktion und verteuern die Lebensmittel!

Die beiden Initiativen «Trinkwasserinitiative» und «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» gehen weit über die Themen Trinkwasser oder Pflanzenschutzmittel hinaus. Obwohl sie berechtigte Themen ansprechen, sind sie viel zu extrem und nicht zielgerichtet. Sie erschweren bis verunmöglichen die einheimische, regionale Produktion und verteuern die Lebensmittel. Erfahren Sie, warum auch die Umwelt nicht davon profitiert und welche Folgen die beiden Initiativen für Sie als Konsumentin oder Konsument und die Schweiz generell hätten:


Auswirkungen der extremen Trinkwasserinitiative auf die Konsumenten und die Schweiz


  • Die Verfügbarkeit von einheimischen Lebensmitteln sinkt
    Verzichtet die Landwirtschaft komplett auf Pflanzenschutzmittel – auch solche natürlichen Ursprungs wie es die Initiative verlangt – sinkt die Produktionsmenge mindestens um 30%. Das gilt sowohl für die Bio- auch als herkömmliche Landwirtschaft. Höhere und sogar komplette Ernteausfälle sind nicht auszuschliessen. Gewisse Kulturen wie Kartoffeln, Raps oder Zuckerrüben gäbe es in der Schweiz wohl nicht mehr.
  • Schweizer Eier, Schweinefleisch oder Poulet werden zu Luxusprodukten
    Für die meisten Geflügel- und Schweinehalter ist es nicht möglich, ihre Tiere ohne Futterzukauf zu ernähren. Es fehlt ihnen die dafür nötige Ackerfläche. Die einheimische Produktion würde rar und sehr teuer. Produkte aus der ausländischer Massentierhaltung würden inskünftig die Lücken in unseren Regalen füllen.
  • Schweizer Lebensmittel werden teurer
    Der Verzicht auf jegliche Pflanzenschutzmittel und die Auflage des betriebseigenen Futters wäre mit hohen Mehrkosten verbunden. Gleichzeitig würde das inländische Angebot sinken. Beides würde sich im Ladenpreis niederschlagen und zu höheren Preise für das Essen führen. Herkunft Schweiz wäre bei vielen Produkten nur noch für Gutbetuchte erschwinglich. Das gilt nicht nur für das Angebot in den Läden, sondern auch in den Restaurants.
  • Weniger einheimische Produktion bedeutet auch weniger Versorgungssicherheit
    Mit der Annahme der Initiative ginge der Selbstversorgungsgrad von aktuell fast 60% auf unter 40% zurück. In Zeiten von erschwerten Importbedingungen – wie z.B. im Falle eines erneuten Pandemie-Lockdowns – könnte dies sichere Versorgung der Schweiz mit Lebensmitteln bedrohen.
  • Rund 160’000 Arbeitsplätze in der Land- und Ernährungswirtschaft direkt betroffen
    Die Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft stellt mehr als 300’000 Arbeitsplätze (Vollzeitäquivalente) sicher. Davon wäre mehr als die Hälfte direkt betroffen und gefährdet, darunter auch Käsereien, Metzgereien, Mühlen, Mostereien, Landmaschinenfirmen, Handels- und Verarbeitungsbetriebe. Dazu kämen zahlreiche indirekt betroffene wie lokale Bauunternehmen. Gerade in Rand- und Bergregionen sowie auch in der ersten Verarbeitungsstufe wäre mit einem enormen Strukturwandel zu rechnen.

Auswirkungen der Pestizidfrei-Initiative auf die Konsumentinnen und Konsumenten


  • Keine Wahlfreiheit mehr: Zwang zum Biokauf
    Die Initiative verbietet den Einsatz von synthetischen Pflanzenschutzmitteln. Das entspricht einer wesentlichen Anforderung in der biologischen Produktion. Der Schutz der Kulturen vor Krankheiten, Schädlingen und Unkräutern muss mit biologischen Mitteln natürlicher Herkunft und mechanischen, alternativen Methoden erfolgen. Mit der Annahme der Initiative würde die Schweiz deshalb zum politisch erwirkten Bioland bei Lebensmitteln pflanzlicher Herkunft. Auch importierte Lebensmittel müssten diese Anforderung erfüllen. In den Läden gäbe es in der Folge bei den pflanzlichen Produkten nur noch nur noch “Bio” zu kaufen.
  • Das Essen wird massiv teurer
    Die biologische Produktion ist mit Mehrkosten verbunden, welche sich im Ladenpreis widerspiegeln. Die Lebensmittel würden sich massiv verteuern. Solche aus der Schweiz wären nur noch für Gutbetuchte erschwinglich. Das gilt nicht nur für das Angebot in den Läden, sondern auch in den Restaurants.
  • Der Anteil importierter Lebensmittel in den Verkaufsregalen steigt
    Um die Versorgung der Schweizer Bevölkerung trotz einer drastischen Reduktion der einheimischen Produktion sicherzustellen, müssten wir zwangsweise mehr Lebensmittel importieren. Dies ist ein ökologischer Unsinn und würde das Ziel einer Verbesserung der Umweltbelastung komplett verfehlen.
  • Arbeitsplätze gehen verloren
    Da die Schweizer Produktion sinkt, gingen auch in den vor- und nachgelagerten Branchen der Land- und Ernährungswirtschaft Arbeitsplätze verloren. Betriebe in der Lebensmittelindustrie beispielsweise würden ins Ausland verlagert, Jobs im Detailhandel wegen des zunehmenden Einkaufstourismus gestrichen.
  • Versorgungsicherheit sinkt
    Mit der Annahme der Initiative ginge die inländische Produktion zurück und Importe nähmen zu. In Zeiten von erschwerten Importbedingungen – wie z.B. im Falle eines erneuten Pandemie-Lockdowns – könnte dies die sichere Versorgung der Schweiz mit Lebensmitteln bedrohen.

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"Wenn Unrecht zu Recht wird, wird WIDERSTAND zur Pflicht!"

Details

Beginn:
April 15
Ende:
Juni 13
Webseite:
https://www.extreme-agrarinitiativen-nein.ch/
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