PROSOPOPÖIE

mensch-person_betrug


“DIE MENSCHEN WERDEN NICHT ALS STAATSBÜRGER GEBOREN, SONDERN ERST DAZU GEMACHT.”
Baruch de Spinoza (1632-1677)


Für die Realisierung und “Verwirklichung von Recht” ist es zwingend erforderlich, den Menschen in eine andere Rolle als die des geistig-sittlichen Wesens zu drängen. Denn erst über den Umweg einer “Person” wird es möglich, ihn zu regieren, zu kontrollieren, zu beherrschen, zu bestrafen und usw.

Um förmlich eine Mitgliedschaft als Mensch im Staat zu erlangen, benötigt der Mensch erst einmal den Status der Person. Bei Geburt und mit Eintrag ins Zivilstandsregister wird dieser Personenstatus beurkundet [Art. 7 Abs. 1 ZStV und Art. 39 Abs. 1 ZGB]. So wird per Verwaltungsakt ein fiktives Rechtssubjekt (natürliche Person) kreiert und erst dadurch entsteht für den Mensch konkrete Rechtsfolge. Der Rechtserwerb durch Verleihung des Personen-Status ist eine Fiktion ! Durch den Personen-Status entsteht obligatorisch auch eine “personale Beziehung” zum Staat. Gleichzeitig verbunden mit einem “Schuldverhältnis” (lat. obligatio) und der absoluter Unterworfenheit gegenüber dem Staat und der Staatsgewalt.

Als höchstpersönliches Recht [Art. 19c ZGB] setzt “Mitgliedschaft” eine Erklärung voraus – Mitglied sein zu wollen. Die Erschaffung der natürlichen Person erfolgt aber durch ein Verwaltungsakt, in Unkenntnis der wahren Rechtslage und ohne Willenserklärung. Sie basiert de facto auf Täuschung und Unwissenheit, da sie bei Kenntnis des Sachverhalts nicht oder niemals in diesem Umfang abgegeben worden wäre [Art. 20 Abs. 1 und Art. 23 OR].

Fakt ist, dass kein Staat und kein staatliches Verwaltungsorgan das Recht hat über einen Menschen Autorität auszuüben, ohne sich selbst dabei strafbar zu machen !

Die Menschenwürde besteht darin, dass der Mensch als geistig-sittliches Wesen von Natur aus darauf angelegt ist – in Freiheit und Selbstbewusstsein über sich selbst zu bestimmen. Daraus folgt, dass einerseits die Würde des Menschen zu achten und zu schützen ist [Art. 7 BV] und anderseits der Staat ausschliesslich um des Menschen Willen da ist – um Verletzungen der Menschenwürde zu verhindern. Es gibt im positiven Recht (von Menschen gemacht) kein Gesetz, dass es dem Menschen verbietet, auf den Status der “natürliche Person” und gleichzeitig auf das positive Recht zu verzichten. Die Option, sich als freier authentischer Mensch, als Souverän und geistig-sittliches Lebewesen zu deklarieren steht per Gesetz nicht unter Strafe. In diesem Zusammenhang wird auf den Rechtsgrundsatz “Nulla Poena sine Lege” verwiesen: “Keine Strafe ohne Gesetz” [Art. 1 StGB].

Ein Mensch, der sich voll dem Guten und dem Gewissen verschreibt, stellt niemals eine Bedrohung für etwas oder andere dar. Weshalb sich auch die Notwendigkeit des rechtsstaatlichen Schutzes für ein geistig-sittliches Wesen aufhebt. Als freier Mensch, mit Vernunft, Gewissen und Sprachvermögen begabtes Lebewesen kann jeder Einzelne freiwillig, durch Verzicht – das Positive Recht verlassen und sich dem Überpositiven Recht (von Gott, der Natur oder der Vernunft) unterstellen.

Überpositives Recht bricht positives Recht. Das beweist sich dadurch, dass es auch dann wirkt und Geltung aufrecht erhält, wenn es im positiven Recht bei Strafe verboten wäre. Es gilt in diesem Zusammenhang der Rechtsgrundsatz “Lex superior derogat legi inferiori”, welcher besagt, dass das grössere Gesetz das kleinere bricht. Sobald sich ein Mensch zur geistigen Sittlichkeit bekennt, ist es nicht mehr zulässig, ihn als Person zu betrachten ! Stattdessen ist seine Menschenwürde zu achten und zu schützen.


Rechtsgrundlage:

  • Zum Abschlusse eines Vertrages ist die übereinstimmende gegenseitige Willensäusserung der Parteien erforderlich [Art. 1 OR].
  • Wo das Gesetz es nicht anders bestimmt, hat derjenige das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu beweisen, der aus ihr Rechte ableitet [Art. 8 ZGB].
  • Wer zur Ausübung eines Rechtes sich darauf beruft, dass eine Person lebe oder gestorben sei oder zu einer bestimmten Zeit gelebt oder eine andere Person überlebt habe, hat hiefür den Beweis zu erbringen [Art. 32 Abs. 1 ZGB].
  • Wer in seiner Persönlichkeit widerrechtlich verletzt wird, kann zu seinem Schutz gegen jeden, der an der Verletzung mitwirkt, das Gericht anrufen [Art. 28 Abs. 1 ZGB].
  • Wer ein schützenswertes persönliches Interesse glaubhaft macht, kann beim Gericht auf Eintragung von streitigen Angaben über den Personenstand, auf Berichtigung oder auf Löschung einer Eintragung klagen. Das Gericht hört die betroffenen kantonalen Aufsichtsbehör­den an und stellt ihnen das Urteil zu [Art. 42 Abs. 1 ZGB].
  • Wo das Gesetz das Gericht auf sein Ermessen oder auf die Würdigung der Umstände oder auf wichtige Gründe verweist, hat es seine Entscheidung nach Recht und Billigkeit zu treffen [Art. 4 ZGB].
  • Die Parteien haben dem Gericht die Tatsachen, auf die sie ihre Begehren stützen, darzulegen und die Beweismittel anzugeben [Art. 55 Abs. 1 ZPO].
  • Mit der Gestaltungsklage verlangt die klagende Partei die Begründung, Änderung oder Aufhebung eines bestimmten Rechts oder Rechtsverhältnisses [Art. 87 ZPO].
  • Mit der Feststellungsklage verlangt die klagende Partei die gerichtliche Feststellung, dass ein Recht oder Rechtsverhältnis besteht oder nicht besteht [Art. 88 ZPO].
  • Ungeachtet eines allfälligen Rechtsvorschlages kann der Betriebene jederzeit vom Gericht des Betreibungsortes feststellen lassen, dass die Schuld nicht oder nicht mehr besteht oder gestundet ist [Art. 85a Abs. 1 SchKG].
  • Das Gericht erhebt von Amtes wegen Beweis, wenn der Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen ist [Art. 153 Abs. 1 ZPO].

Steueramt des Kantons Zürich


1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (6 Bewertungen, Durchschnittlich: 5,00 von 5)
Loading...
"Wenn Unrecht zu Recht wird, wird WIDERSTAND zur Pflicht!"
Veröffentlicht unter Allgemein, Einkommensteuer, Finanzen, Gemeinde Wald ZH, Gesetz, MANIFEST, Natur, Politik, Staat, Widerstand